Über Russell-Info

Wissen, das bleiben soll.

Russell-Info ist über mehr als zwei Jahrzehnte gewachsen. Aus eigener Erfahrung mit dem Parson Russell Terrier, aus Zucht, Arbeit und Alltag, aus den Fragen von Menschen, die diese Rasse gerade erst kennenlernten, und aus dem Austausch mit Menschen, die viel Wissen und Erfahrung mitbrachten. So ist über die Jahre ein Bild dieser Rasse entstanden, das Erfahrung, Reflexion, Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet.

Christiane mit ihren Parson

russell-info 2026

Nicht neu erfunden. Über Jahre gewachsen.

Russell-Info ist nicht aus einem fertigen Konzept entstanden. Die Seite hat sich über viele Jahre mit meinen eigenen Hunden, mit Zucht, Alltag und den Fragen anderer immer weiter entwickelt. Aus Erfahrungen wurden Antworten, aus Gesprächen und Diskussionen neue Themen, und aus einzelnen Beiträgen entstand nach und nach eine umfangreiche Sammlung.
Die Überarbeitung setzt deshalb nicht bei null an. Sie ordnet neu, aktualisiert und ergänzt – und bewahrt, was über die Jahre gewachsen ist und bis heute trägt.

Frühe Jahre mit dem Parson Russell Terrier
WIE ALLES BEGANN

Erst kam der Hund.
Dann kamen die Fragen.

Mit meiner ersten Parson-Hündin begann 1999 nicht nur meine Geschichte mit dieser Rasse, sondern auch eine ziemlich steile Lernkurve. Vieles von dem, was ich wissen wollte, war damals nicht mit ein paar Klicks zu finden. Man fragte Züchter, sprach mit anderen Haltern, las Bücher, beobachtete die eigenen Hunde und machte seine Erfahrungen.

Aus diesen Fragen und Antworten entstand mit der Zeit Russell-Info. Nicht als fertig geplantes Informationsportal, sondern Stück für Stück. Themen kamen hinzu, weil sie im Alltag, in der Zucht oder in Gesprächen wichtig wurden. Manche Texte sind später entstanden, andere begleiten die Seite schon sehr lange.

Russell-Info ist mit den Hunden und mit meinem Wissen über die Rasse gewachsen.

WIE ICH BEIM PARSON GELANDET BIN

Eigentlich wollte ich
einen Jack Russell Terrier.

Angefangen hat alles in Berlin. Dort begegnete mir immer wieder ein kleiner Jack Russell Terrier, den ich einfach unglaublich lustig fand. So ein kleiner, pfiffiger Hund mit ordentlich Persönlichkeit – genau das gefiel mir. Irgendwann stand für mich fest: So einen möchte ich auch.

Also tat ich das, was damals noch längst nicht selbstverständlich war: Ich suchte im Internet nach einem Züchter. Das Internet steckte noch ziemlich in den Kinderschuhen, aber meine Suche führte mich zum Klub für Terrier und dort zu einer Welpenanzeige des Berliner Zwingers Dogaholics.

Damit nahm die Sache allerdings eine etwas andere Wendung als erwartet. Denn im VDH gab es den kleinen Jack Russell Terrier, den ich aus Berlin kannte und vor Augen hatte, so nicht.

Und so saß ich dann also irgendwann beim Züchter mit einer Tasse Kaffee auf einer Hollywoodschaukel, als mir stolz der Vater der Welpen vorgestellt wurde: Vlietstede Dynamite Digger, Weltsieger und ein Parson wie aus dem Bilderbuch. Ob man mir meine Überraschung angesehen hat, ich weiß es nicht.

Mein Gott, was hat der denn für lange Beine?

Das war nun wirklich nicht der kleine Jack Russell, wegen dem ich ursprünglich überhaupt auf die Suche gegangen war.

Bei diesem Besuch hörte ich aber auch zum ersten Mal sehr viel über die Geschichte und Entwicklung der Rasse und darüber, wie es zu den unterschiedlichen Russell-Typen gekommen war. Je mehr mir die Züchter erzählten, desto klarer wurde mir, dass ich vielleicht gar nicht bei der falschen Rasse gelandet war – sondern nur mit einer falschen Vorstellung davon gekommen war.

Rückblickend waren das wohl meine ersten Schritte in die Beschäftigung mit der Rassse des "Parson Russell Terriers". Damals selbst wusste ich das natürlich noch nicht. Im Gegenteil: Manches von dem vielen Erzählen war mir fast schon zu viel, denn eigentlich wollte ich mich viel lieber mit den Welpen beschäftigen. Aber einiges davon blieb hängen und sollte später noch eine Rolle spielen.

Irgendwann war jedenfalls klar: Ich wollte einen Welpen aus diesem Wurf. Hazel war von Anfang an meine Favoritin – ausgesucht hatte ich sie allerdings nach einem Foto. Etwas, wovon ich heute jedem Welpenkäufer abraten würde. Damals wusste ich es schlicht noch nicht besser.

Der Anfang war nicht ganz so harmonisch, wie man sich das beim Einzug eines neuen Hundes vielleicht vorstellt. Obwohl ich bereits Hundeerfahrung hatte, brachte Hazel mich ziemlich schnell an meine Grenzen. Nach ungefähr einer Woche war ich sogar kurz davor, sie zum Züchter zurückzubringen.

Ich habe es nicht getan.
Zum Glück.

Denn nachdem wir unsere anfänglichen Schwierigkeiten überwunden hatten, wurde aus diesem Hund irgendwann mein Traumhund. Und mit Hazel begann noch etwas anderes.

Hazel beim Hundesport

EIN WEITERES KAPITEL

Mit Hazel kam der Hundesport.

Über Hazel bin ich auch zum Hundesport gekommen. Ich kam aus dem Reitsport, war immer gern in Bewegung und hatte schon vor ihrem Einzug überlegt, was wir gemeinsam machen könnten. Nach unserer Welpenstunde fand auf dem Platz Agility-Training statt – und Hazel saß am Rand, schaute zu und, ich sah wie der kleine Junghund vor Aufregung bebte. Ach, dachte ich, da haben wir wohl unsere Aufgabe gefunden.

Aus diesem Anfang wurde etwas, das mich bis heute begleitet. Mit meinen späteren Hunden bin ich dem Hundesport treu geblieben. Dabei habe ich vor allem gelernt, wie viel es einem arbeitsfreudigen Hund geben kann, eine Aufgabe zu haben und wieviel Freude es macht, sich mit seinem Hund etwas zu erarbeiten.

Wenn man erlebt, wie die Augen strahlen und die Energie im Hund förmlich greifbar wird, sobald ein Hund arbeiten darf, sieht man sehr deutlich: Eine Aufgabe, für die ein Hund wirklich brennt, ist mehr als Beschäftigung. Sie fordert ihn, macht ihn lebendig und stärkt die Bindung zu seinem Menschen. Gleichzeitig lernt man seinen Hund dabei auf eine ganz andere Weise kennen und verstehen.

ERST HAZEL. DANN DAS INTERNET.

Aus Geschichten
wurden Antworten.

Ich baute für Hazel eine eigene Homepage: PJRT-Hazel.de.

Damals waren private Homepages noch etwas anderes als heute. Es gab keine sozialen Netzwerke, auf denen jeden Tag Tausende Hundegeschichten vorbeizogen. Also schrieb ich auf Hazels Seite einfach darüber, was wir erlebten. Über Spaziergänge, unsere kleinen und größeren Abenteuer und auch darüber, wenn ich wieder einmal irgendwo im Wald stand oder im Gebüsch hockte, während mein Terrier offenbar ganz eigene Pläne verfolgte.

Die Leute fanden diese Geschichten witzig. Vor allem aber schrieben sie mir. Und irgendwann stellte ich fest, dass sich die Fragen wiederholten.

Warum beißt mein Welpe mich?
Warum läuft er weg?
Warum kommt er nicht zurück?
Wie machst du das mit deinem Hund?

Es waren immer wieder ähnliche Themen. Fragen von Menschen, die mit diesem kleinen Terrier plötzlich vor Problemen standen, mit denen sie nicht gerechnet hatten.

Da ich ohnehin Websites baute, lag irgendwann ein Gedanke ziemlich nahe: Wenn alle immer wieder dieselben Dinge wissen wollen, kann ich die Antworten auch einmal vernünftig zusammentragen und für alle zugänglich machen.

Aus den Geschichten über Hazel wurden also nach und nach Informationen über die Rasse. Aus einzelnen Antworten entstanden Artikel. Neue Fragen brachten neue Themen.

Und daraus entstand schließlich Russell-Info.

Nicht als großes Projekt, das irgendwann am Schreibtisch geplant wurde. Die Seite ist aus dem Leben mit diesen Hunden entstanden, aus eigenen Erfahrungen, aus Fragen anderer Menschen und aus dem Wunsch, Wissen weiterzugeben, das damals nicht einfach überall zu finden war.

Im Grunde hat Russell-Info also genauso angefangen wie meine Geschichte mit dieser Rasse: mit einem Hund, sehr vielen Fragen und der Erkenntnis, dass man offenbar nie ganz auslernt.

Aus Russell-Info wurde ein Buch

Irgendwann meldete sich ein Verlag.

Russell-Info wuchs über die Jahre weiter. Zu meinen eigenen Erfahrungen kamen Gespräche, gemeinsame Überlegungen und Beiträge anderer Menschen. Manche Texte durfte ich übernehmen, weil ihre Autorinnen fanden, dass sie auf Russell-Info gut aufgehoben waren. So wurde aus der ursprünglichen Idee nach und nach eine ziemlich umfangreiche Sammlung über den Parson Russell Terrier.

Irgendwann wurde auch der Cadmos Verlag auf Russell-Info aufmerksam. Dort entstand die Idee, dass hinter dieser Website vielleicht jemand stecken könnte, der ein Buch über die Rasse schreiben kann.

So kam die Anfrage an mich.

2013 erschien schließlich mein Buch „Parson Russell Terrier“ im Cadmos Verlag. Auch darin steckte vieles von dem, was über Jahre auf Russell-Info gewachsen war: eigene Erfahrung, Fragen von Hundehaltern, Austausch mit anderen und die Beschäftigung mit Geschichte, Zucht und Alltag dieser Rasse.

Ohne die kleine private Homepage am Anfang hätte es Russell-Info nicht gegeben. Und ohne Russell-Info vermutlich auch dieses Buch nicht.

Parson Russell Terrier – Buch von Christiane Jantz

Parson Russell Terrier · Cadmos Verlag · 2013

MITGETRAGEN UND MITGEPRÄGT

Eine solche Seite
entsteht nicht allein.

Russell-Info trägt meine Handschrift, aber nicht alles, was hier über die Jahre zusammengekommen ist, stammt nur von mir. Es gab Menschen, die mich begleitet, ihr Wissen geteilt, Texte beigesteuert oder einfach dafür gesorgt haben, dass aus einer einzelnen Hundeseite etwas Dauerhaftes entstehen konnte.

Drei von ihnen möchte ich hier besonders nennen.

Christine Tust

Ehemalige Rassebeauftragte für den Parson Russell Terrier im KfT
Züchterin der „Spotted Blizzards“

Christine kannte ich seit meinen Anfängen mit dem Parson Russell Terrier. Aus dem Kontakt rund um die Rasse wurde eine enge Freundschaft, die mich über viele Jahre begleitet hat. Als ehemalige Rassebeauftragte im Klub für Terrier und selbst erfahrene Züchterin war sie für mich eine wichtige Ansprechpartnerin und Wegbegleiterin.

Auch an den frühen FAQs von Russell-Info hat Christine gemeinsam mit Anja und mir mitgearbeitet. Viele der Fragen kamen direkt aus dem Alltag der Hundehalter, und wir haben unser Wissen und unsere unterschiedlichen Erfahrungen darin zusammengetragen.

Im Herbst 2025 ist Christine gestorben. Dass sie auf dieser Seite ihren Platz behält, ist für mich selbstverständlich.

Anja Glück

Freundin und Terrierbegleiterin seit 2000

Anja habe ich im Jahr 2000 auf eine heute fast schon historische Weise kennengelernt: über eine Kontaktanzeige in der Berliner Stadtzeitung „Zitty“. Ich suchte damals schlicht jemanden, der mich bei Spaziergängen begleitet.

Aus dieser etwas ungewöhnlichen Begegnung ist eine enge Freundschaft entstanden, die bis heute besteht. Auch Anja lebt seit vielen Jahren mit Parson und Jack Russell Terriern und kennt diese Hunde inzwischen seit fast drei Jahrzehnten aus dem eigenen Alltag.

Mit ihr habe ich viele der Ideen besprochen, aus denen später etwas Dauerhaftes wurde. Auch die Idee zu Russell-Info habe ich zuerst mit ihr diskutiert, ebenso später den Namen meines Zwingers. Und als aus den immer gleichen Fragen der Leser schließlich die FAQs entstanden, wurden daraus gemeinsame Antworten: Christine, Anja und ich haben diesen Bereich im Grunde zusammen erarbeitet.

Antje Heller

Züchterin von Jack Russell Terriern nach britischem Standard

Antje kenne ich ebenfalls seit 2000. Wenn es um die Geschichte der Rasse, Zucht in England, alte Linien oder Menschen wie Eddie Chapman geht, ist sie für mich bis heute eine wandelnde Enzyklopädie.

Ihr Wissen reicht weit über das hinaus, was man in Standardwerken nachlesen kann. Mehrere Texte und historische Einordnungen auf Russell-Info stammen von ihr oder wurden durch ihre Informationen erst möglich. Gerade für den Gedanken vom „Gedächtnis der Rasse“ ist ihr Beitrag kaum zu überschätzen.

Einige Menschen begleiten eine Seite durch Texte, andere durch Wissen, Freundschaft, gemeinsames Nachdenken oder viele gemeinsame Jahre. Russell-Info wäre ohne diese drei nicht dieselbe geworden.