Der Parson
Ein Terrier, aus einer Aufgabe entstanden.
Sein Körperbau, seine Beharrlichkeit und seine Eigenständigkeit sind kein Zufall. Wer den Parson verstehen will, muss wissen, wofür er einmal gebraucht wurde.
Herkunft prägt
Form follows function.
Der Parson Russell Terrier ist ein Gebrauchsterrier. Seine Form entstand aus den Anforderungen, die seine ursprüngliche Aufgabe an ihn stellte.
Er sollte ausdauernd unterwegs sein, sich frei und wendig bewegen und dem Fuchs bis in den Bau folgen können. Dafür brauchte er einen funktionalen Körperbau, Mut, Selbstständigkeit und die Fähigkeit, eigene Lösungen zu finden.
Körperbau, Wesen und Verwendung lassen sich deshalb bei dieser Rasse nicht getrennt betrachten. Sie gehören zusammen und erklären vieles von dem, was den Parson bis heute ausmacht.
Die Rasse verstehen
Sechs Kapitel über den Parson.
Herkunft, Aufgabe und Erscheinungsbild gehören zusammen. Die sechs Kapitel führen von den Ursprüngen und der ursprünglichen Aufgabe über Namen, Zucht und Vielfalt bis zum Rassestandard.
Ursprung und Geschichte
Vom Working Terrier zum Parson Russell
Die Geschichte dieser Hunde beginnt nicht im Ausstellungsring. Sie beginnt bei kleinen, beweglichen Terriern, deren Wert sich vor allem an ihrer Arbeit zeigte.
Ihre Entwicklung erklärt, warum es bis heute unterschiedliche Typen, Zuchtziele und Vorstellungen davon gibt, wie ein Parson Russell Terrier aussehen sollte.
Geschichte der Rasse
Seine ursprüngliche Aufgabe
Gebaut für Bewegung, Ausdauer und eigene Lösungen
Der Parson sollte mit der Jagdgesellschaft mithalten und dort arbeiten, wo größere Hunde nicht weiterkamen. Dafür musste er ausdauernd, beweglich und klein genug für die Arbeit unter der Erde sein.
Gleichzeitig brauchte er Mut, Beharrlichkeit und die Fähigkeit, selbstständig Entscheidungen zu treffen. Eigenschaften, die nicht verschwinden, nur weil der Hund heute in einem anderen Alltag lebt.
Seine Verwendung verstehen
Parson oder Jack Russell?
Eine gemeinsame Geschichte, mehrere Namen und reichlich Verwirrung
Die oft wiederholte Erklärung, der Parson sei hochbeinig und der Jack Russell kurzbeinig, greift deutlich zu kurz. Beide Namen führen zurück zu einer gemeinsamen Geschichte.
Erst unterschiedliche Standards, Anerkennungen und Zuchtwege haben zu der Vielfalt geführt, die heute für so viel Verwirrung sorgt.
Parson und Jack Russell einordnen
Zucht & Zeitgeschmack
Wie Vorlieben eine Rasse verändern können
Was wir häufig sehen, wird schnell für typisch gehalten. Käuferwünsche, Richterentscheidungen und züchterische Vorlieben beeinflussen, welche Hunde häufiger gezeigt und gezüchtet werden.
An Fell, Farbe und Körperbau lässt sich beobachten, wie sich das Bild einer Rasse über die Jahre verschiebt. Zucht muss deshalb den ganzen Hund im Blick behalten.
Zucht und Zeitgeschmack
Bildergalerie
Viele Gesichter des Parson
Parson Russell Terrier können sehr unterschiedlich aussehen. Bilder aus mehr als 25 Jahren zeigen verschiedene Fellarten, Farben, Köpfe und Körperformen.
Aktuelle Aufnahmen stehen neben älteren Bildern aus dem Archiv. Zusammen dokumentieren sie die Vielfalt der Rasse und Veränderungen, die im Laufe der Zeit sichtbar werden.
Zur Bildergalerie
Der Rassestandard
Was den Parson ausmacht
Wie soll ein Parson Russell Terrier gebaut sein? Welche Merkmale gehören zu seinem Erscheinungsbild und Wesen? Der FCI-Standard beschreibt die Anforderungen an die Rasse, von den Proportionen und der Bewegung bis zu Fell und Größe.
Offiziellen Rassestandard lesen ↗
FCI Nr. 339 · Standard vom 22.08.2017
Deutsche Fassung vom 15.10.2018 · PDF, öffnet in neuem Tab